US-Asyl hatte "Kampfverein" unter Senioren

Einer Gruppe von Asylarbeitern aus North Carolina wird vorgeworfen, einen „Kampfclub“ für ältere Menschen mit Demenz zu gründen. Den Beschwerden zufolge ermutigten sie die Kämpfe und filmten die Kämpfe, griffen einige Patienten an und leisteten keine Hilfe.

Laut BuzzFeed News wurden die Mitarbeiter Marilyn Latish McKey, Taneshia DeShawn Jordan und Tonacia Yvonne Tyson Anfang Oktober nach einem Video-Leck verhaftet, bei dem zwei geriatrische Pflegepatienten von Danby House im Kampf gesehen wurden. Die Bilder zeigen, wie einer von ihnen fällt und um Hilfe ruft, während der andere sie weiterhin angreift.

(Quelle: Facebook / Danby House)

Das Video, das angeblich am 19. Juni gedreht wurde, zeigt auch Mitarbeiter, die eine der älteren Frauen ermutigen, einem anderen ins Gesicht zu schlagen und sie vom Schreien abzuhalten. Es gibt auch Bilder von einem Patienten, der den anderen unter den Augen der Arbeiter erwürgt. Auf der Polizeiwache behauptete einer der Inhaftierten, die erwürgte Frau sei schwer zu handhaben, verdiene es, geschlagen zu werden, und filmte deshalb die Aktion.

Festgenommene Angestellte, die zwischen 26 und 32 Jahre alt sind, wurden wegen Körperverletzung angeklagt und werden am 14. November vor Gericht gestellt. Bis dahin werden sie gegen Kaution freigelassen.

Asyl verboten, neue Patienten aufzunehmen

Nachdem der Fall in den US-Zeitungen Schlagzeilen gemacht hatte, trat das Gesundheitsministerium von North Carolina ein und verbot Danby House die Aufnahme neuer Patienten.

Während ihres Besuchs entdeckten die Behörden eine Reihe von Unregelmäßigkeiten, angefangen mit der mangelnden Ausbildung der Asylbeamten, die zu zahlreichen Fehlern bei der Medikamentenverabreichung an Patienten führten.

Die Angestellten verhaftet. (Quelle: Winston-Salem Journal / Reproduktion)

Laut dem Winston-Salem-Journal wurden die Aufzeichnungen von sieben Patienten von Vertretern des Gesundheitsministeriums überprüft, und bei sechs von ihnen erhielten ältere Menschen keine Medikamente zur Behandlung von Problemen wie Bluthochdruck, Flüssigkeitsansammlung, Depression, Demenz und Alzheimer. In einem anderen Fall blieb ein Patient mit bipolarer Störung 17 Tage ohne Medikamente.

Nach alledem berichtete die Asylverwaltung, dass sie die beschuldigten Mitarbeiter entlassen und begonnen habe, ein strengeres Bewertungsverfahren für Neueinstellungen einzuführen und den Mitarbeitern Schulungen anzubieten.