Brasilien hat eine neue Umweltkrise mit Öl an den Stränden des Nordostens

Der brasilianische Nordosten ist dafür bekannt, beliebte Reiseziele für Touristen aus der ganzen Welt zu beherbergen. Diesmal hat er aufgrund eines ökologischen Problems internationale Bedeutung erlangt: Mehrere Ölteppiche sind in den letzten Wochen an der Küste der Region aufgetreten.

Beliebte Ziele wie Porto de Galinhas (PE), Dolphin Bay (PE) und Praia da Lagoinha (CE) sind unter anderem von den Spots betroffen. Somit wirkt sich der Vorfall bereits unmittelbar auf den Tourismus aus. Die lokale Fauna ist ebenfalls ernsthaft geschädigt und Umweltschäden werden noch nicht vollständig geschätzt, was Umweltschützer beunruhigt. Die brasilianische Regierung hat eine Untersuchung gefordert, um die Verantwortlichen so schnell wie möglich zu finden.

Quelle: Pixabay

Petrobrás berichtete, dass die Analyse der gesammelten Proben ergab, dass die Flecken an den Stränden tatsächlich Rohöl sind und daher keinem der vom Staat hergestellten und vermarkteten Materialien entsprechen. Die bisher angesprochenen Annahmen deuten auf ein möglicherweise versehentliches Auslaufen oder Verschütten durch das Schiff hin. Die Herkunft des Öls konnte jedoch noch nicht identifiziert werden. Es wird auch spekuliert, dass das umweltschädliche Material venezolanischen Ursprungs sein könnte, wie die Zeitung Folha de S. Paulo feststellt .

Ibama veröffentlichte eine Karte der mit dem Material kontaminierten Strände und es ist möglich, den riesigen Küstenabschnitt mit dem betroffenen Gebiet zu sehen, der sich vom Bundesstaat Maranhão bis nach Bahia erstreckt. Nach Angaben der Agentur wurden in den letzten Wochen rund einhundert Tonnen Kompost gesammelt.

Karte identifiziert getroffene Strände (Quelle: Ibama)

Die Teams arbeiten mit mit Radar ausgerüsteten Flugzeugen, um die nordöstliche Küste zu reinigen. Aufgrund der Bewegung des Wassers läuft das Öl an den Stränden auf Grund. Daher priorisieren sie die Entfernung von Sandmaterial, damit es nicht ins Meer zurückkehrt.

Umweltminister Ricardo Salles ist am Montag (7) über die Küste der betroffenen Gebiete geflogen. Darüber hinaus besuchte Präsident Jair Bolsonaro den bislang am stärksten betroffenen Bundesstaat Sergipe, der aufgrund der zunehmenden Anzahl von Ölteppichen zum Ausnahmezustand erklärt wurde. Die Landesregierung rät den Menschen, die von der Katastrophe betroffenen Strände nicht zu besuchen.