Die Regenerationskapazität des Menschen kann der von Salamandern ähneln

Eine Studie der Duke University in den USA legt nahe, dass Menschen möglicherweise eine ähnliche Regenerationsfähigkeit wie Salamander haben. Im Gegensatz zu Tieren sind Menschen nicht in der Lage, verlorene Gliedmaßen zu regenerieren. Der Studie zufolge hat menschlicher Knorpel jedoch eine größere Regenerationskraft als gedacht.

Die Studie konzentrierte sich auf microRNA, ein Molekül, das in sich regenerierenden Tieren wie dem Salamander vorkommt. Beim Menschen befindet sich das Molekül in Körperteilen wie dem Knöchel.

MicroRNA und Regeneration

Das microRNA-Molekül ist für den Regenerationsmechanismus im Knöchel-, Knie- und Hüftknorpel verantwortlich. Ihre Anwesenheit ist jedoch in den verschiedenen Körperteilen ungleich, was ihnen ein unterschiedliches "Alter" verleiht. Dies erklärt, wie schnell Knöchelverletzungen geheilt werden, im Gegensatz zu langsameren Knie- und Hüftverletzungen.

Die Studie wurde durchgeführt, indem Gewebefragmente der drei Körperteile analysiert wurden. Mit Hilfe eines Apparates wurde aus dem Zustand seiner Strukturen das Proteinalter jedes Knorpelfragments berechnet. Das Vorhandensein des microRNA-Moleküls war an resistentere Proteine ​​gebunden, die vom natürlichen Alterungsprozess weniger betroffen waren.

(Quelle: Pixabay)

Neue Behandlungen

Die Studie eröffnet die Möglichkeit für zukünftige neue Behandlungen, die auf der Verwendung von microRNA basieren. Wissenschaftler haben die Möglichkeit, beispielsweise eine Verbindung mit dem Molekül zu entwickeln, die dazu dient, bestimmte Teile des Knorpels zu stärken.

Die Verwendung des Moleküls wäre ein großer Durchbruch bei der Behandlung von Gelenkkomplikationen wie Arthrose. Auch verletzte Sportler würden von einer möglichen Behandlung profitieren. Die Entdeckung hat sogar die Regeneration der Gliedmaßen zur Debatte gebracht.

Die Forschung zielt derzeit jedoch darauf ab zu verstehen, welche Evolutionsmechanismen dazu geführt haben, dass die Extremitäten des Körpers die größte Regenerationskraft haben. Ein weiterer zu untersuchender Aspekt ist, welche Elemente im Salamander beispielsweise in Bezug auf die Wirkung von microRNA beim Menschen nicht vorhanden sind.