Papyrus aus dem 4. Jahrhundert legt nahe, dass Jesus von Nazareth verheiratet war

(Bildquelle: Reproduktion / Harvard Divinity School)

Einem von der Harvard Divinity School veröffentlichten Bericht zufolge deutet ein Papyrus aus dem vierten Jahrhundert an, dass Jesus von Nazareth mit Maria Magdalena verheiratet war. Die Entdeckung wurde während eines Kongresses in Rom präsentiert und verspricht, die Diskussion über die mögliche Hochzeit Christi wiederzubeleben.

Der Veröffentlichung zufolge präsentierte die Forscherin Karen King eine vier mal acht Zoll große Klinge in schwarzer koptischer Tinte - eine alte Sprache, die um das dritte Jahrhundert in Ägypten aufkam - mit Texten, die sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite des Papyrus zu sehen waren. Obwohl nur acht Zeilen lesbar sind, glaubt Karen, dass "sie den ersten Beweis dafür liefern, dass einige der frühen Christen glaubten, dass Jesus verheiratet war".

Wird es sein

Wie der Forscher erklärt, enthält das Fragment vier Wörter - deren Übersetzung bedeutet "Jesus hat es ihnen gesagt, meine Frau ..." -, die als Beweis für den "Familienstand" Christi dienen können.

Der Papyrus gehört einem anonymen Sammler, der den Harvard-Professor aufforderte, den Inhalt der Klinge zu untersuchen. Der Forscher glaubt, dass die Zeilen höchstwahrscheinlich zu einem verlorenen heiligen Text gehören, der als "Evangelium der Frau Jesu" bekannt ist.

Obwohl noch einige chemische Analysen durchgeführt werden müssen, scheint eine vorläufige Untersuchung darauf hinzudeuten, dass der Papyrus authentisch ist, basierend auf der Art der Sprache und Grammatik, die in dem Fragment vorhanden sind.

Quellen: Harvard Divinity School und El Mundo